„Da bekommt doch der Ölmützer Quargel sein Fett gleich doppelt weg!“, brummte Prinz Romadur ärgerlich und schüttelte dabei den Kopf, „was nützen mir all meine Ländereien – von Appenzell, Allgäu und Emmental bis nach Caprice des Deux und bonbel, über Gouda und Maasdamer bis ins weit entfernte Cheddar, Cheston und Blue Stilton – wenn ich keine Prinzessin finden kann, die diesen ganzen Käse mit mir teilt?

Gestern Nachmittag kam ich so dir-nix-mir- nix nach Hause und sah schon weitem einen großen bunt-bedruckten Umschlag im Briefkasten stecken. Oh wie schön, dachte ich, Überraschungs-Post! Das kam nicht sehr oft vor, meistens war der Briefkasten leer! Oder, im schlimmsten Fall, wurden unnötige Rechnungen für mich darin abgelegt! Heute sah der Briefkasten allerdings so aus, als ob er gleich überquellen würde. Es war noch ein weiteres Kuvert zu sehen und eine Zeitung, vollgestopft mit jeder Menge unnötiger Prospekte, war so quasi um den bunt-bedruckten Umschlag herumgewickelt. Das Ganze hing über die Hälfte aus dem Briefkastenschlitz heraus und es sah so aus, als ob beim nächsten Windstoß alles davonfliegen würde.

Je näher ich meiner Haustüre und dem Briefkasten kam, desto mehr konnte ich ein helles, aber nicht wirklich verständliches, zischendes Gemurmel hören, dass aus dem großen Umschlag zu kommen schien. Es klang zudem sehr wütend.

Das war eigenartig………………

Das verhinderte Geburtstagsgeschenk

Es waren einmal zwei Schwestern, eine Große und eine Kleine. Sie hatten sich sehr gerne und wenn sie auch ziemlich weit voneinander entfernt lebten, so telefonierten sie doch oft. Jeden Morgen schickten sie sich gegenseitig eine WhatsApp, oft eine sehr lustige, blödelige oder auch tiefsinnige; so wussten sie, dass sie aneinander dachten – die eine im hohen Fischkoppland und die andere in der südlichen Spätzle Country.