cum nubibus…. how I wish to be a cloud…..

…… white and pure and far above life’s troublesome burdens….

Diese Worte tauchen in meinen Gedanken heute am frühen Morgen auf.  Poetry. Wie gemacht für so einen neblig-trübenTag  mit Wolken, die dick und  schwer am Himmel hängen. So tief, dass man meint sie anfassen zu können ohne sich groß nach ihnen zu strecken.

Wie sich  eine Wolke wohl anfühlt?

Wie Zuckerwatte,  ist mein erster Gedanke.  Wie Wattebäuschchen,  der Zweite.  Schaun‘ wir mal,  was der Duden über Watte schreibt.  Also, Seite 418, 3. Zeile von oben; Bedeutungsübersicht –  Watte, die:  substantiv, feminin.  Klar, Watte (weich!) und feminin gehören so was von zusammen!  Watte in den Ohren haben…. ganz andere Geschichte – definitiv männlich (behaupte ich jetzt mal einfach so).  Jemanden in Watte packen… hm, kann man sicher für beide Geschlechter anwenden. Jetzt zur  Grammatik:  Die Watte,  nominativ singular;  die Watten, nomintiv plural ………. HAHAHA,  „die Watten“…….. „watt’n das für Einer, ….. watt’n das für’n Deutsch?“…….. Deutsch kann amüsant sein. Auch wenn  es den Ruf hat,  kompliziert und schwer zu sein ( deutsche Sprache, schwere Sprache ).  Darüberhinaus ist Deutsch für meine Begriffe  ein bisschen zu trocken und „unterkühlt“.  Vornehmlich sichtbar bei  Vorschriften und Regelwerken (und in Anleitungen,  zum Beispiel Buchführung und Bilanzierung für Anfänger…).  Poetry dagegen, unter anderem  in der englischen Sprache verwendet,  ist weicher und wortreicher.  Sagen wir mal ich arbeite an einem Gedicht und  bin auf der Suche nach einem Wort,  um ein bestimmtes Gefühl auszudrücken. Oftmals bietet mir der deutsche Thesaurus für den benötigten Ausdruck ein oder manchmal auch zwei  passende Wörter und das wars dann.  Die Vielfalt der englischen Sprache hingegen spiegelt sich im deren Thesaurus wieder,  mit einer entsprechend größeren Auswahl um das vom mir Gesuchte zu finden. Auch übersetzungsmäßig ist Deutsch nicht einfach zu handhaben, schon mal wegen des Satzaufbaues und der bereits erwähnten Grammatik. Und dem dafür zur Verfügung stehenden Wortschatz. Wer je die Harry Potter Bücher in der englischen Orginalversion  anstatt der deutschen Übersetzung gelesen hat, weiß was ich meine. Das gilt auch für Spielfilme – In Eine Leiche zum Dessert (deutsche Erstausausstrahlung 1976)  sind einige Abweichungen in der Übersetzung  der Originalversion „Murder by Death“ (R. Moore, 1973) enthalten.  Auf Kosten einiger wirklich amüsanten Untehaltungen zwischen den Schauspielern.

Trotz alledem – lasst mich  eine Lanze für die deutsche Sprache brechen, sie ist schließlich meine Muttersprache!  Und ich mag sie schon mal wegen meinen schwäbischen Wurzeln. Schließlich gibt es in keiner anderen Sprache Wörter wie  „Hergottsbscheißerle “ oder „Kugelfuhr“ oder „Zibeba“. Von „Ällas isch reladiv“ ganz zu schweigen ♥.  Und natürlich haben wir in Deutschland sehr gute Schriftsteller und  sehr gute deutsche Bücher. Vielleicht habe ich ja nur die falschen Bücher gelesen….allerdings glaube ich, dass es ziemlich viele deutsche Bücher gibt,  deren Verfasser eine kollektive Traurigkeit einfordern und  überzogenen Pessimus ausstrahlen.  Werden Probleme eiigentlich gelöst wenn man sie aufschreibt und publiziert? Interessante Frage. Mich würde es freuen, wenn mehr Romane, Erzählungen oder Geschichten veröffentlicht werden,  die einfach nur Lebensfreude, Leichtigkeit und Zufriedenheit und Spass mit und am Leben ausdrücken.

Lateinisch finde ich übrigens cool:  cum nubibus, auf Deutsch die Wolke. Spricht sich schön und rollt elegant und widerstandslos über die Zunge ab.

Und eigentlich wollte ich heute über die Wolken,  ihre Bedeutsamkeit ….. how I wish to be a cloud …. white and pure and far above life’s troublesome burdens…. etwas tiefsinniges, inspirierendes  schreiben. Stattdessen bin ich beim Thema „Watte“ und „die Vor- und Nachteile in Bezug auf die Verwendung der deutschen Sprache“ ( watt’n Satz! ) hängengeblieben.

Bassd scho!

(Übersetzung für Reingeschmeckte: Kein Problem, das geht schon in Ordnung) ♥

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