„Oh nein, ich will da nicht rausgehen. Ich kann da einfach nicht rausgehen“, flüsterte Suse, die Backen rot vor Aufregung. In der Umkleidekabine war es feucht und stickig und Suse schwitzte. Die Holzbank auf der sie saß, war glitschig und roch schimmelig. Sie musste sich beruhigen, sie musste da raus, sie konnte doch nicht den ganzen Tag in dieser Kabine sitzen. Die Tränen brannten in ihren Augen und der Kloß in ihrem Hals wurde immer größer. Ein Kloß, fast so groß wie Frau Birnbaums selbstgemachte Speckkartoffelknödel – und DIE waren groß. Frau Birnbaum war Suses Nachbarin. Von ihrem Zimmerfenster im Dachgeschoß konnte sie sehen, wie Frau Birnbaum jeden Samstag frisch gekochte Speckkartoffelknödel fein säuberlich aufgereiht und vor sich hin dampfend zum Abkühlen auf ihren Küchenfenstersims stellte. Und genau so ein großer Knödel schien Suse jetzt in ihrem Hals zu stecken.

… sagt: „Jederzeit ist es Zeit, ein Gedicht zu schreiben“.

Und damit  hat sie ganz bestimmt recht. Ich habe viel übrig für Gedichte und ich liebe Poetry. Ich mag die Art von Gedichten, die für mich etwas Beschwingtes und Anregendes haben.

An Poetry schätze ich die Tiefe, die Schwingungen, die manchmal unverhofften Überraschungen und Wendungen, die sich beim lesen der Zeilen für mich auftun.